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MS Fram Bewertung für Fram schreiben
Schiffstyp: Hochseeschiff, Expeditionsschiff
Veranstalter: Hurtigruten
Baujahr: 2007
Tonnage: 11.647
Passagiere: 318
Bordsprache: englischnorwegisch(deutsch)
Besonderes: Expeditionsschiff

Kreuzfahrten mit Fram:
 
z.B. 7 Nächte USA-Kanada
(Halifax - Rockland - New York) ab € 2.290,-
 
z.B. 8 Nächte Nordmeer/Island
(Island-Umrundung) ab € 3.490,-
 
z.B. 9 Nächte USA-Kanada
(St. John's - Halifax - New York) ab € 3.748,-

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Schöne Reise mit Defiziten

Diese Schiffsbewertung:
Datum: veröffentlicht am 17.07.2012
Autor: Dr. Torsten Berndt
Schiff: Fram
Kreuzfahrt:West-Grönland, Diskobucht, 01.07. - 08.07.2012
Kurzbewertung:
schlechtschlechter   bessergut
Schiffszustand    80
Service    80
Gastronomie    50
Kabinen    80
Unterhaltung/Freizeit    50
Landausflüge    80
Hygiene    40
Bord-Nebenkosten    80
Preis/Leistung    50
Kategorie
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Punkte
66/100
Weiterempfehlung
ja
Kommentar: DIESES SCHREIBEN RICHTETE ICH AN HURTIGRUTEN NACH BEENDIGUNG DER REISE.

Zitat: "Sehr geehrtes Hurtigruten-Team,

soeben beendeten mein Frau und ich o.g. Reise auf MS Fram. Im Großen und Ganzen waren wir zufrieden. Dies trifft insbesondere auf die Suite-Kab. 532 zu. Auch sonst hat das Schiff ein ordentliches Ambiente.

Einige Kritikpunkte möchte ich aber anbringen:

1. Das Essen beim Mittags- und Abendbuffet ist irgendwie immer das Gleiche und geschmacklich allenfalls unteres Mittelmaß (bis auf die Desserts). Beim gesetzten Essen fehlt Menüwahl. Es müssen mindestens zwei Vorspeisen, drei Hauptgerichte und zwei Desserts zur Wahl stehen. Eine Suppe ist in Ordnung. Bei einer Seereise war Fisch als Hauptgericht absolute Mangelware. Und wenn es ihn doch gab, war er in keiner Weise sonderlich schmackhaft.

2. Das Handling der Norovirus-Epidemie (wir waren Gott sei Dank nicht betroffen) an Bord war ehere mangelhaft. Bereits auf der Reise zuvor sind einige Fälle aufgetreten; dennoch wurden die neuen Gäste "auf gut Glück“ an Bord gelassen. Das Schiff hätte komplett desinfiziert werden müssen. Auch die Informationspolitik beschränkte sich auf ein Infoblatt und eine einmalige Durchsage am zweiten oder dritten Reisetag. Da muss Hurtigruten, die ja dieses Problem anscheinend immer mal hat, dringendst bessere und effektivere Maßnahmen ergreifen. So habe ich u.a. sehr die wenig hygienisch aussehenden Schwimmwesten für die Polarcircle-Boote in Verdacht. Es graute mich jedes Mal davor, diese Westen anzulegen, d.h. über den Kopf zu ziehen. Diese müssten von einem Crewmitglied bereits am Pier zumindest bei einer Noro-Seuche an Bord nach jedem Tragen einzeln desinfiziert werde, auch wenn dieses aufwendig erscheint ! Ansonsten dürfte alle paar Tage eine solche Prozedur ausreichend sein. Auch die ärztliche Versorgung soll laut Aussagen von Patienten sehr zu wünschen übrig gelassen haben ebenso das Einfühlungsvermögen der Krankenschwestern.

3. Die "Krönung“ zum Abschluss war jedoch das Basiscamp am letzten Tag: Das Essen dort war drittklassig, das Ambiente in dem Basecamp Jugendherbergs- oder Flüchtlingslagermäßig. Die Bustour mit den abgeranzten Bussen von der Fahrt selbst her eine Zumutung und der Aufenthalt mit 50 Minuten viel zu kurz bemessen. Bei allem Expeditionscharakter der Reise sollte man aber auf bessere Fahrzeuge, insbesondere was die Federung anbetrifft, zurückgreifen, die es auch in Grönland geben wird.

Des Weiteren wird man am Abreisetag früh um 8.00 Uhr aus der Kabine komplementiert, um dann die Zeit in diesem höchst unattraktiven Campumfeld zu verbringen mit einem Barbeque (BBQ), was diese Bezeichnung angesichts seiner Drittklassigkeit aber nicht verdient hat. Auch das Restaurant (das Fassbier war jedoch gut und der Service sehr nett) befand sich im Bauzustand bzw. in der Renovierung. Der ganze Tag war eine Art Beschäftigungstherapie, wobei der Blick auf die Eiskappe sehr schön war. Sie sollten überlegen zwischen Aus- und Einschiffung, zumindest bei dieser Reise, einen Tag Pause zu lassen, damit den abreisenden Gästen der letzte Tag auf Grönland als Abschluss einer mehrere Tausend Euro kostenden Reise besser in Erinnerung bleibt als uns. Man fühlte sich an diesem Tag regelrecht abgefertigt.

4. Bei der "Wanderung zum Palaasip Qaqqa“ in Sisimiut handelt es sich nahezu um eine Bergsteigertour, die im Vorfeld für die älteren Gäste ohne Umschweife und Werbefloskeln wahrheitsgetreuer beschrieben werden sollte.

Soviel zu den berechtigten Kritikpunkten, die auch die anderen Gäste so überwiegend wahrgenommen haben.
Ansonsten eine schöne Reise mit vielen neuen landschaftlichen Eindrücken. Auch waren unsere Restaurantkellner Edward, Eric und Chris sehr nett und zuvorkommend und zeigten viel Freude am Dienst an den Gästen.

Ich darf Sie bitten, mir eine Stellungnahme zu meinen Anmerkungen zukommen zu lassen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Dr. Torsten Berndt
"


DIES WAR DANN DIE KURZ DARAUF FOLGENDE ANTWORT VON HURTIGRUTEN:

Zitat: "Sehr geehrter Herr Dr. Berndt,

wir nehmen Bezug auf die oben genannte Buchung sowie auf Ihre E-Mail vom 10. Juli 2012.

Wir freuen uns, dass Ihnen die Reise auf MS Fram insgesamt gut gefallen hat. Umso mehr bedauern wir, dass Sie auch Anlass zur Kritik hatten.

Ihre Anmerkungen bezüglich des Mittag- und Abendessen nehmen wir gern zur Kenntnis. Die Qualität des Essens wird aufgrund der von uns permanent durchgeführten Passagierbefragung in unseren Fragebögen kontinuierlich als gut bis sehr gut bezeichnet. Natürlich ist die Bandbreite der subjektiven Empfindung durchaus groß. Wir bedauern sehr, dass auf dieser Reise Ihre Erwartungen nicht erfüllt werden konnten.

Wir möchten betonen, wie sehr Hurtigruten bedauert, dass es zu Magen- und Darm-Erkrankungen an Bord gekommen ist. Anders als etwa bei einer Salmonellenerkrankung, die meist auf verdorbenes, von einer Reederei gereichtes Essen zurückzuführen ist, spricht nichts dafür, dass der Noro-Virus durch eine Einrichtung des Schiffes verbreitet wurde. Im Gegenteil: die Gesundheitsstandards der Schiffe sind deutlich höher als an Land. Die Information der Passagiere, die getroffenen Desinfizierungsmaßnahmen der Reederei und die Aufforderung an die Erkrankten, in ihren Kabinen zu bleiben, zählten zu den erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen. Zu diesen ist Hurtigruten verpflichtet. Sämtliche getroffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Anzahl der Erkrankten in Relation zu den Gesamtgastzahlen sehr gering blieb.

Uns ist bewusst, dass sich der Abreisetag auf dieser Reise als schwierig gestaltet. Die Zeitspanne zwischen dem Ausstieg und dem Abflug ab Kangerlussuaq ist sehr groß. Der frühzeitige Ausstieg ist erforderlich, um das Schiff für die anreisenden Passagiere vorzubereiten, die Abflugzeit ist abhängig von den Möglichkeiten und Vorgaben der Fluggesellschaft. Bei der Gestaltung des Tages ist die Reederei auf die örtlich vorhandene Infrastruktur angewiesen. Die Gegebenheiten vor Ort lassen leider wenig Auswahl für die Gestaltung des Landprogrammes. Gemeinsam mit den Leistungsträgern vor Ort werden wir mit Nachdruck an einer besseren Lösung für unsere Gäste arbeiten. Es tut uns sehr leid und wir bitten um Entschuldigung, dass dieser Tag für Sie nicht optimal verlaufen ist.

Für Ihren Hinweis bezüglich des Landausfluges `Wanderung zum Palasip Qaqqaa` möchten wir Ihnen danken. In unserer Landausflugsbroschüre kategorisieren wir diese Wanderung mit der Bezeichnung `schwer` bereits mit der höchsten Anforderungsstufe. Wir werden Ihren Hinweis intern weiter verfolgen.

Sehr geehrter Herr Dr. Berndt, wir möchten Ihnen versichern, dass wir Ihre Beanstandungen sehr ernst nehmen. Selbstverständlich möchten wir den Hurtigruten Standard, den Sie kennen, weiterhin gewährleisten. Ihre Rückmeldung zeigt uns die Notwendigkeit, unsere Leistungen zu überprüfen und zu verbessern. Ihr Lob werden wir an die genannten Restaurantkellner sehr gern weitergeben.

Wir hoffen sehr, dass trotz der Unstimmigkeiten die schönen Eindrücke Ihrer Reise überwiegen und dass wir Sie eines Tages erneut an Bord begrüßen dürfen.
"

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