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Royal Clipper Bewertung für Royal Clipper schreiben
Schiffstyp: Hochseeschiff, Segelschiff
Reederei: Star Clippers
Baujahr: 2000
Tonnage: 5.000
Passagiere: 227
Bordsprache: deutschenglisch
Besonderes: 5-Mast-Segelschiff

Kreuzfahrten mit Royal Clipper:
 
z.B. 7 Nächte Karibik (Ost)
(Antigua - Dominica - Barbados) ab € 1.579,-
 
z.B. 16 Nächte Transatlantik
(Barbados - Azoren - Lissabon) ab € 1.672,-
 
z.B. 7 Nächte Karibik (Ost)
(Barbados - Grenada - Barbados) ab € 1.676,-

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Atlantic Crossing mit der ROYAL CLIPPER

Diese Schiffsbewertung:
Datum: veröffentlicht am 13.06.2018
Autor: Heinz G.
Schiff: Royal Clipper
Kreuzfahrt:Atlantik-Crossing, 07.04. - 23.04.2018
Kurzbewertung:
schlechtschlechter   bessergut
Schiffszustand    60
Service    100
Gastronomie    100
Kabinen    60
Unterhaltung/Freizeit    60
Landausflüge    0
Hygiene    80
Bord-Nebenkosten    60
Preis/Leistung    50
Kategorie
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Punkte
63/100
Weiterempfehlung
nein
Kommentar: Von Barbados ab am 07.04.18 nach Lissabon an am 23.04.2018.

Die Anreise erfolgte am 05.04.18 mit Condorflug Frankfurt-Barbados und wir hatten 2 Übernachtungen in Bridgetown im Coral Mist Beach Hotel. Alle Flüge, die Transfers in Bridgetown und das Hotel waren als Zusatzpaket über STAR CLIPPERS gebucht, das Hotel wurde von uns gewählt.

Die Abwicklung für Bridgetown, die vom örtlichen Vertragspartner von STAR CLIPPERS durchgeführt war, war sehr gut. Das Hotel, schon etwas älter, aber alles Benötigte war vorhanden und funktionierte, das Essen war gut und die Lage an dem (fast Privat)-Strand einfach traumhaft schön.

Zu den 16 Tagen mit der ROYAL CLIPPER über den Atlantik (wir hatten bereits vor 8 Jahren die Atlantikquerung mit der ROYAL CLIPPER in die andere Richtung gemacht):

Segler: Ja, das gewünschte Segelfeeling Wind-Wasser-Welle-Schiff kam durchaus auf, da der (von 4 Törns bisher angenehmste Clipper-Kapitän) auf Segeln selbst Wert legte und den Kontakt mit den Passagieren auch suchte.

Wetter:
Viel Sonne, zweimal kurzzeitig und zwei halbe Tage Regen. Die ersten 10 Tage 29°C sinkend auf 26°C, danach Sonne/Wolken um die 20°C, auf Höhe der Azoren bis Lissabon die letzten Tage ein Tiefdruckgebiet mit kaltem zum Teil wolkigem Wetter. Meist ausreichend Wind um zu segeln (oft ohne, aber auch oft mit zusätzlichem Motorantrieb). Fast durchgehend quer ankommende Atlantikdünung ohne, aber langzeitig mit zusätzlichen Windwellen von 0-2 Metern Höhe. Tageweise Wellengang bis 3 Meter; um die Azoren tageweise bis ca. 6 Meter. Auch erfahrene Segler hatten bei dem Langzeitgerolle des Schiffs beim Schlafen einige Probleme (irgendwann nervt es einfach).

Speisen und Getränke:
Ausgezeichnet – wieder 2kg zugenommen.

Personal:
Ausgezeichnet, freundlich, zuvorkommend, wie gewohnt.

Reiseablauf:
Die Bespaßung der Passagiere war z.T. hochwertig, teilweise Neues, teilweise aber der seit Jahrzehnten gepflegte Standard; mehr Neues würde gut ankommen.

Das Nutzungs-Inventar der ROYAL CLIPPER ist teilwiese in einem unbefriedigenden Zustand; Teppichboden vielerorts klaffend oder aufgerissen, Sitzmöbel durchgesessen, Waschbecken-Mischbatterie fiel auseinander (Rost), Absaug-WC versagte (Abwasser bis zum WC-Rand) aufgrund eines gebrochenen Ventils in der Leitung – die Reparatur erfolgte zügig, musste aber nachgebessert werden. An einigen Tagen mehrfach kein warmes Wasser, 3x stundenweise überhaupt kein Wasser (wie waschen, duschen, nicht aufs WC !!) – es erfolgte keine proaktive Information seitens der Hotelleitung wo, wie lange, welche Probleme vorhanden sind.

Dass das Anlaufen der Azoren ausfiel (einzige geplante Landgang) war sehr bedauerlich, die Argumentation, dass das erwartete Tief nördlich der Azoren schweres Wetter mit bis zu 12 Meter Wellenhöhe bringen könnte, war zumindest für ausgebildete Segler unter den Passagieren nicht so recht nachvollziehbar, trat dann auch nicht ein und wir waren ½ Tag zu früh in Lissabon.

Alle vorgenannten Mängel waren aber nichts im Vergleich zu Folgendem:
Wir waren vom 2. - 15. Tag auf einer Werft eingebucht, einer schwimmenden Werft. Es war klar, erwartet und hinnehmbar, dass bei der Überfahrt Segel repariert werden und an vielen Stellen mal geklopft, geschliffen und lackiert werden würde. Aber hier herrschte durchgehend Werftbetrieb. Die Basisplattform eines Mastes, die u.a. die Seilrollen aufnimmt (hat nichts mit der Mastsicherheit zu tun) wurde in 10-tägiger durchgehender Arbeit abgebaut und mit Bordmitteln neu aufgebaut. Diese Arbeit gehört in eine Werft, die sie in 1,5 Arbeitstagen ausführt und darf nicht im Beisein von 100 Passagieren gemacht werden. Die Holzbeplankung wurde abgetragen, das durchgerostete Traggestell mit Winkelschleifern abgeflext, rohe Stahlplatten mit der Flex tagelang zugeschnitten, tagelang mit den Elektroschleifern glatt geschmirgelt, anschließend aufgeschweißt, geschmirgelt und lackiert. Da dies nicht die einzige Großbaustelle war, waren zeitweise gleichzeitig an bis zu drei Stellen auf dem Schiff Winkelschleifer und Schweißgeräte im Einsatz – 80-100 dbA, Schleif- und Schweißgeruch überall, das Schiffsdeck zeitweise zu 50% gesperrt, die größte Liegefläche des Schiffes war praktisch 12 Tage gesperrt oder "freiwillig“ nicht nutzbar. Ganz nebenbei wurde wie erwartbar alles gestrichen.

Zwei Schmankerl noch bei der Ausschiffung:
Es hat uns nicht betroffen, dass für Passagiere mit Spätflügen keine Möglichkeit eröffnet wird das Gepäck länger einzustellen, aber was man sich beim Transferangebot (Schiff-Flughafen) leistet ist einfach nur traurig. Es wurde ein Sammeldirekttransfer (mindestens 10 Personen, Schiff-Flughafen) zum Preis von 27,- € pro Person angeboten – wir haben zu zweit ein Taxi genommen zum Preis von 4,50 € pro Person !!

Persönliches Fazit:
Wir haben 4 Seereisen mit den Clipperschiffen gemacht, 2 normale Kreuzfahrten und 2 Querungen, drei davon wunderschön – die vierte war wohl unsere Letzte.

Rat für alle Interessierten:
Die aktuell negativen Erlebnisse beim Crossing decken sich mit denen von Freunden (wir haben ihnen nicht geglaubt); Die Route Lissabon-Barbados vor 10 Jahren war traumhaft – die Route Barbados-Lissabon kann bei weiter alternden Schiffen und Reparaturen im Fahrbetrieb nicht empfohlen werden.

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