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AIDAperla Bewertung für AIDAperla schreiben
Schiffstyp: Hochseeschiff, Clubschiff
Reederei: AIDA Cruises
Baujahr: 2017
Tonnage: 124.500
Passagiere: 3.286
Bordsprache: deutsch
Besonderes: Clubschiff

Kreuzfahrten mit AIDAperla:
 
z.B. 7 Nächte Nordsee
(Hamburg - Le Havre - Hamburg) ab € 649,-
 
z.B. 10 Nächte Transatlantik
(Teneriffa - Grenada - Barbados) ab € 670,-
 
z.B. 7 Nächte Nordsee
(Hamburg - Le Havre - Hamburg) ab € 845,-

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Diese Schiffsbewertung:
Datum: veröffentlicht am 23.12.2018
Autor: Peter
Schiff: AIDAperla
Kreuzfahrt:Transatlantik & Karibik, 04.11. - 29.11.2018
Kurzbewertung:
schlechtschlechter   bessergut
Schiffszustand    60
Service    50
Gastronomie    40
Kabinen    50
Unterhaltung/Freizeit    50
Landausflüge    40
Hygiene    100
Bord-Nebenkosten    50
Preis/Leistung    80
Kategorie
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Punkte
58/100
Weiterempfehlung
nein
Kommentar: AIDAperla vom 04. November bis 29. November 2018 von Hamburg nach La Romana.

Eine Route mit schönen Zielen, aber...

Wir konnten uns nicht vorstellen, eine Seereise hinter Glas zu machen. AIDAperla (und wahrscheinlich auch die baugleiche AIDAprima) verdienen eigentlich nicht die Bezeichnung "Schiff". Es ist einfach gesagt, ein Hotel auf einem fahrbaren Ponton.

Das klassische Pooldeck gibt es nicht mehr. Stattdessen hat man auf Deck 14/15 eine Wasserlandschaft, die mehr für ein Kinderfest geeignet wäre als für Gäste einer Kreuzfahrt. Die Decke der Badeanstalt (Beachclub) läßt sich öffnen, was jedoch nur sporadisch geschah. Daher roch es meist sehr penetrant nach Chlor.

Als größtes Manko sehe ich aber die mangelden Möglichkeiten, sich im Außenbereich aufzuhalten. An der Bordwand hinunter auf das Wasser zu sehen, kann man eigentlich nur im Bereich des Theatriums auf Deck 6. Von unserer Balkonkabine auf Deck 10 hatten wir einen fulminanten Ausblick auf das Lanaideck und die anliegende Raucherinsel. Es war ein besonderer Genuß, als Nichtraucher ständig (auch Nachts) beräuchert zu werden. Unter diesen Umständen hatten wir den Differenzbetrag zur Außenkabine umsonst ausgegeben.

Im Außenbereich bedient wird man nur am Heck von Deck 7. Und wie es auch bei Costa & Co. üblich ist, gibt es hier nur Plätze für Raucher. Nichtraucherbereich - Fehlanzeige ! Auf Nachfrage wurde uns dieser Sachverhalt von der Rezeption bestätigt.

Die Bestuhlung ist, im Vergleich zu anderen Schiffen, unterste Schublade. Von Bequemlichkeit keine Spur (gilt nicht für die Restaurants). Auch im Theatrium ist bequemes Sitzen Fehlanzeige. Man ist froh, nach Veranstaltungsende wieder aufstehen zu können. Alles schön bunt, aber wenig zweckmäßig.

Zur Kabine ist zu sagen, dass es schon beim ersten Betreten unangenehm nach alten Socken und Tabaksqualm gerochen hat. Der Tabaksqualmgeruch kam auch zeitweise aus der Klimaanlage, obwohl das vom Personal auf das heftigste bestritten wurde. Hinter dem Lüftungsgitter unter der Naßzelle befand sich ein dicker Staubfilz. Im Gegensatz zu anderen Schiffen sind die Betten nur 80cm breit. Keine Schubfächer und wenig Ablagemöglichkeiten, nur ein aufklappbares Schminkfach und eine Schublade mit fest installiertem Fön. Besonders störend waren die ständigen Klopf- und Knackgeräusche aus dem Zwischendeck, die teilweise so laut waren, dass man davon aufgewacht ist. Da sich wohl mehrere Passagiere darüber beschwert hatten, machte der Kapitän eine Durchsage, in der er behauptete, dass dies auf einem Schiff normal sei.

Das war unsere 15. Kreuzfahrt, aber so etwas gab es noch nie... Glücklicherweise verschwanden die Geräusche, nachdem das Schiff in wärmere Gefilde kam.

Ein weiterer Gimmick des Kapitäns war, bei verhältnismäßig schwachem Seegang einen großen Teil der Aufzüge ausser Betrieb zu nehmen. Irgendwie habe ich das nicht verstanden... Wieso konnte ein Teil der Aufzüge fahren, der andere jedoch nicht ? Eine technische Erklärung erschließt sich mir nicht. Das konnte uns auch keiner erklären. Für Menschen mit Gehbehinderung - eine sehr unangenehme Sache.

Über das Essen in den Buffetrestaurants möchte ich mich nicht beschweren. Es war für jeden Geschmack etwas dabei und man hatte die Möglichkeit zwischen mehreren zu wählen. Eigenartig fanden wir jedoch, dass man leckeres Obst aus den Regalen nahm und durch unreife Bananen ersetzte. Es wurde wahrscheinlich für besser zahlende Gäste benötigt, als die in den Standardrestaurants.

Wer erwartet hat, im Brauhaus eine frisch zubereitete Haxe oder Ente serviert zu bekommen, hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Diese Gerichte waren vorgekocht und wurden nur aufgewärmt serviert. Ähnlich in der Tapas-Bar. Als die Kellnerin einen Fleischtopf servierte, fragte sie meine Frau, ob das Gericht zu warm oder zu kalt sei. Nach für zu kalt befunden wurde es per Microwelle nachgewärmt. Und so schmeckte es dann auch. Furchtbar ! Die "Scharfe Ecke" öffnet leider erst um 18:00 Uhr, wo es eine wirklich leckere Currywurst gab. Gewünscht hätte ich mir hier eine breitere Angebotspalette, z.B. mit Schaschlik, Buletten usw. Im Frech Kiss erhielten wir den Hauptgang 10 Minuten vor Ablauf der zugestandenen 1 1/2 stündigen Essenszeit. Wir haben 1 Stunde und 20 Minuten auf unser Essen warten müssen, obwohl das Restaurant fast leer war... Aber vielleicht hat man damit gerechnet, dass, wer länger sitzt, auch mehr kostenpflichtige Getränke konsumiert.

Kurz nach Beginn der Reise hatten wir einen Ausflug auf Martinique nachgebucht. Wir erhielten unsere Vouchers und das Bordkonto wurde belastet. Am nächsten Tag: April, April ! Wir erhielten Kabinenpost, dass unsere Tickets ungültig seien und wir auf Warteliste gesetzt wurden, weil die Gäste, die in Teneriffa aufsteigen, ja auch noch die Möglichkeit bekommen müßten, diesen Ausflug zu buchen. Auf wundersame Weise erhielten wir dann doch noch vor Teneriffa neue Tickets für unseren Ausflug.

Vor drei Jahren war das Shuttle in die Stadt in Southampton gratis. Dieses mal hat man uns Tickets für das Shuttle an die Kabinentür geklemmt, auf denen man erst nach genauerem Hinsehen sah, dass dafür 8,99 € pro Person vom Bordkonto abgebucht würden, nähme man diese in Anspruch.

Neben anderen Ausflügen hatten wir auch den Ausflug STL40 gebucht. St. Lucia ist für schöne Strände bekannt, also einen Ausflug mit 3 Stunden Strandaufenthalt gebucht. Werbung und Wirklichkeit driften hier jedoch weit auseinander. Wir haben in unseren vielen Karibikaufenthalten noch nie so einen "Strand" erlebt. Ca. 40m lang und mit 4 Reihen Liegen belegt, die im Abstand von 30cm zueinander standen. Von der untersten Reihe bis zum Wasser waren es ca. 2-3m. Tiefe Löcher und Steine im Badebereich machten das Baden in der Karibik zum Erlebnis. Es stand jede Menge Gerümpel herum. Die wenigen Schattenplätze hatten sich die Guides reserviert. Für 3 USD konnte man sich einen Schirm mieten, Durchmesser ca. 130cm. Auf dem Wasser schwabbelte ein bunt dekoriertes Boot, wo man sich eine Kokosnuss mit Trinkhalm kaufen konnte. 5 USD ohne, 10 USD mit Schuss. Fast überall in der Karibik kostet eine Kokosnuss einen Dollar oder weniger... Der angekündigte Stop auf der Rückfahrt zum Schiff am Fischerdorf Gros Islet und Rodney Bay entfiel ohne Kommentar.

Und wie immer, das Beste kommt zum Schluß... Einige Tage vor unserer Abreise erhielten wir die Mitteilung, dass unser Anschlußflug von München nach Berlin (LH2038) sich in LH2040 geändert hat, also 1 1/2 stunden später geht. Auf unsere Nachfrage bei der Rezeption wurde uns mitgeteilt, dass Flug 2038 nicht stattfindet. Dies stellte sich aber als dreiste Lüge heraus, denn der Flug LH 2038 wurde planmäßig durchgeführt und es waren auch noch freie Plätze an Bord. Es ist einfach toll, wie AIDA um das Wohl seiner Gäste besorgt ist. Da man die Kabine bis 09:00 räumen mußte, hatte man keine Möglichkeit, länger zu schlafen. Nach 23 Stunden auf den Beinen mußten wir nun 3 Stunden auf unseren Weiterflug warten. Ein Angebot, notwendige Dispositionen aufgrund der Verspätung zu erledigen, hat uns AIDA nicht gemacht. Wir hatten das Glück, dass sich unser bestellter Shuttleservice (120 Km) auf eine kurzfristige Änderung der Abholzeit eingelassen hat.

Zum Schluß möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass mir wie immer auf Kreuzfahrten, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des nicht in Deutschland beheimateten Personals sehr gefallen hat.

Allerdings werden wir von weiteren Reisen mit AIDAperla/prima und größeren AIDA-Schiffen Abstand nehmen.

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