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AIDAperla Bewertung für AIDAperla schreiben
Schiffstyp: Hochseeschiff, Clubschiff
Reederei: AIDA Cruises
Baujahr: 2017
Tonnage: 124.500
Passagiere: 3.286
Bordsprache: deutsch
Besonderes: Clubschiff

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Nie wieder AIDA

Diese Schiffsbewertung:
Datum: veröffentlicht am 18.02.2019
Autor: Ehmke
Schiff: AIDAperla
Kreuzfahrt:Karibik, 27.12.2018 - 10.01.2019
Kurzbewertung:
schlechtschlechter   bessergut
Schiffszustand    50
Service    20
Gastronomie    40
Kabinen    40
Unterhaltung/Freizeit    40
Landausflüge    20
Hygiene    20
Bord-Nebenkosten    0
Preis/Leistung    0
Kategorie
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Punkte
26/100
Weiterempfehlung
nein
Kommentar: Hier geht es vordergründig nicht nur um die AIDAperla, sondern um den Veranstalter AIDA allgemein. Es war unsere 15. Kreuzfahrt, davon 11 mit AIDA und 4 Touren allein im Jahr 2018. Wir wissen also, worüber wir urteilen. Im Jahr 2014 und bis 2017 war AIDA noch ein durchaus empfehlenswerter Veranstalter. Selbst die Reise mit der AIDAperla im Februar 2018 war noch bezogen auf das neue Schiff akzeptabel. Stark vermisst wurde jedoch das unter Kreuzfahrern so beliebte Promenadendeck. Hier zog das etwas reifere Publikum sich gern zurück, wenn die jungen Familien das Sonnendeck übervölkerten (denn auch dieses ist extrem verkleinert gegenüber den anderen Schiffen).

Doch nun zur letzten Reise:
Immer mehr zu wünschen übrig lässt der allgemeine Service. Überhebliches und freches Personal, das immer jünger (und damit immer weniger kompetent) wird. Man hat den Eindruck, dass es überwiegend Praktikanten sind, die für ein Taschengeld arbeiten aber zur See fahren dürfen. Und damit sind wir wohl bei der gravierenden Veränderung der AIDA-Philosophie. Wenn in früheren Jahren auch AIDA noch den Gedanken des Services für den zahlenden Gast hatte, so hat man sich nun dem Niveau der veränderten Reisenden angepasst. Es werden augenscheinlich günstige Reisen angeboten, doch die Abrechnung und Erkenntnis erfolgt nach der Reise.

Es werden Inseln angelaufen, deren Hafengebühren billiger sind. Die Liegezeiten werden kurz gehalten, damit Liegegebühr gespart wird. Bei Ausflügen werden überwiegend englisch sprechende Guides geordert, weil deutsch sprechende Guides etwas teurer sind. Es werden auch Ausflüge verkauft - deklariert mit englisch sprechenden Reiseleitern - und nur der Busfahrer erzählt dann im schlechten Englisch etwas über Kakteen.

Bei jedem Einkauf der Reederei wird extrem auf Gewinnoptimierung geachtet und nicht mehr auf gute Ware/Leistung für den Gast. Extrem achtet man dagegen auf Möglichkeiten hohe zusätzliche Einnahmen oder Preissteigerungen zu generieren. Die Ausflugspreise haben einen Höchststand erreicht und man kann dieses ablesen an den Massen, die im Hafen das Schiff auf eigene Faust verlassen, im Internet örtliche identische Ausflüge zum halben Preis gebucht haben oder mit Taxen die Highlights anfahren. Man munkelt, dass AIDA demnächst Benutzungsgebühr für Toiletten nehmen will.

Die notwendige aber lästige Seenotrettungsübung wird generell erst in englischer Sprache und dann in deutscher Sprache gehalten (umgekehrt würde man die 95 % Deutschen schwer zurückhalten können). Keinesfalls sollte man jedoch eine 2-wöchige Reise mit Wechselgästen buchen, es sei denn, dass man an solchem Drill Gefallen findet. Weil AIDA als einzige Reederei im Konzern mit diesem Logistikproblem nicht fertig wird, muss es der Fahrgast hinnehmen.

Eine frühe Buchung sollte keinesfalls erfolgen, denn man gibt der Reederei mit der Anzahlung ein zinsloses Darlehn, erhält bei der Kabinen-Zuteilung minderwertige Unterbringung, muss Vertragsbrüche/-änderungen hinnehmen und hat letztlich zu viel bezahlt. Unsere Reise in die Karibik zum 27.12.2018 haben wir im Mai 2018 gebucht. In den 8 Monaten Wartezeit wurden die Angaben im Reisevertrag mehrmals geändert. Ziel- und Rückflugort wurden gravierend verändert, die gebuchte Komfort Veranda Kabine war nicht wie erwartet auf den oberen Decks, sondern unter dem Deck der Rettungsboote.
Der “Hammer“ war jedoch der Reisepreis (mit € 5.558,00 kein Schnäppchen) der sich in den 8 Monaten um satte € 560,00 verbilligt hatte (total gleiche Buchungs-Kriterien). Nachfrage nach Preisminderung ergab das Ergebnis: Selber schuld. Also niemals frühzeitig buchen (oder noch besser gar nicht AIDA).

Über 8 Monate lang wurde der Kunde im Glauben gelassen, dass der Flug mit Eurowings erfolgen wird. 5 Tage vor Abflug kam die Nachricht, dass mit Air Tanker geflogen wird. Der Name der Airline ist Tatsache Programm. Diese Flugzeuge werden zur Luftbetankung und/oder zum Transport der britischen Armee benutzt (Nachweis über Google). In diesem Truppentransporter erfolgte die Hin- und Rückreise: kein Fernflug-Komfort, nur englisch sprechende Truppenversorger, fehlende Kopfbezüge an den Sitzgestellen, Essenzuteilung ohne Tablett (friss oder lass es), Getränke schnell vergriffen, kein Entertainment, Service eben für Soldaten. AIDA schiebt die Schuld auf Eurowings, hat aber diese Beförderungsart gebilligt. Am Flughafen sollte man nicht erwarten, dass AIDA-Personal anwesend ist. Die Busse muss man zeitraubend und nervig suchen. Auch dem anwesenden und freundlichen TUI-Personal war nicht bekannt, dass irgendwo Busse für AIDA bereitständen.

Natürlich hat ein solcher Konzern gewiefte Juristen und kennt alle Schwachstellen im deutschen Reiserecht, das von Lobbyisten im Sinne der Konzerne gestaltet wird. Mit den TUI Cruises Schiffen und denen der Holland America Line gibt es gottseidank noch anständige Veranstalter als Alternative.

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