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MS Albatros Bewertung für Albatros schreiben
Schiffstyp: Hochseeschiff
Veranstalter: Phoenix
Baujahr: 1973
Tonnage: 28.000
Passagiere: 830
Bordsprache: deutsch
Besonderes: Renoviert im April 2018

Kreuzfahrten mit Albatros:
 
z.B. 7 Nächte Norwegen
(ab/bis Bremerhaven) ab € 999,-
 
z.B. 12 Nächte Großbritannien
(ab/bis Bremerhaven) ab € 1.799,-
 
z.B. 15 Nächte Westeuropa
(ab/bis Bremerhaven) ab € 1.799,-

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Stürmische Nordlandtour

Diese Schiffsbewertung:
Datum: veröffentlicht am 06.02.2005
Autor: Peter Grebe
Schiff: Albatros
Kreuzfahrt:MS Albatros 17.-23.9.2004
Kurzbewertung:
schlechtschlechter   bessergut
Schiffszustand    50
Service    80
Gastronomie    80
Kabinen    50
Unterhaltung/Freizeit    20
Landausflüge

  keine Angabe  

Hygiene    60
Bord-Nebenkosten    100
Preis/Leistung    80
Kategorie
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Punkte
65/100
Weiterempfehlung
ja
Kommentar: Wir haben 6 stürmische Tage bei Bft. 8-9 und Seestärke 6-7 auf der Albatros glänzend überstanden. Kompliment, old lady, für deine Seefestigkeit und Stabilität! Nachdem wir im vergangenen Herbst schon einen Orkan (70 kn) und Seestärke 8 auf der Constellation östlich von Korsika in erträglicher Manier abgeritten haben, ohne leider Livorno und La Spezia anlaufen zu können, war dies die zweite glänzend überstandene Sturmerfahrung. Die Albatros konnte auch in jedem geplanten Anlaufhafen auf Reede oder mit Schlepperhilfe am Pier festmachen.

Der erste äußere Eindruck vom Schiff ist jedoch etwas ernüchternd, überall sind sichtbare Rostspuren, und kein Mensch ist zu sehen, der sich daran machte, diese zu überpönen. Vielleicht wird die Albatros ja im Dezember in Genua einen neuen Grundanstrich bekommen. Gut täte er ihr sicherlich.
Nach Betreten des Schiffes wurde ich jedoch von vielen kleinen Annehmlichkeiten sehr positiv überrascht. Nach der Begrüßung durch den Kreuzfahrtdirektor wurde jeder Gast – sonst nur wie bei Premium-Schiffen üblich – von den Stewards zu den Kabinen geleitet. Ein angenehmer Service, auf den man heutzutage selbst auf der QM 2 verzichten muss. Die zweite Überraschung folgte sofort. Statt der gebuchten Einzel-Innenkabine hatte Phoenix mir eine Drei-Bett-Außenkabine auf Deck 3 mittschiffs zugewiesen. Sehr angenehm, gut schallisoliert und ruhig! Die Kabine ist in hellen, cremefarbenen Tönen gehalten und mit pastellfarbenen Vorhängen und Bettüberwürfen ausgestattet, farblich etwas langweilig, aber mit nur wenigen Gebrauchsspuren. Die Abnutzung der Möbel fällt selbst bei der zwanzig Jahre jüngeren AIDAblu stärker als auf diesem Schiff ins Gewicht. Dafür wurde das 30 Jahre alte 40 cm-TV-Gerät seit der Indienststellung nicht ausgetauscht, es hat keine Fernbedienung. Das Duschbad ist auch sehr (!!) abgenutzt, aber man kann ausreichend warm und druckstark duschen. Was will man mehr? Die Betten hingegen sind sehr bequem.

Die öffentlichen Räume wirken auf mich sehr gepflegt; sie sind meist mit neuen Teppichen ausgestattet, sehr hell und freundlich, die Treppenhäuser sind aufwändig mit Spiegeln verglast und wirken dadurch sogar etwas elegant. Irgendwie merkt man dem Schiff an, das es vor langer Zeit (31 Jahre!) einmal zu den weltbesten Kreuzfahrtschiffen gehörte. Mir gefällt es jedenfalls wesentlich besser als die Transocean-Schiffe und insbesondere auch die „vergammelte“ Mona Lisa. Dass Phoenix Reisen bisher manchen Kreuzfahrtenthusiasten eine Besichtigung verwehrte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Man braucht sich nicht zu verstecken, und es wurden auch größere Besuchergruppen am 17. und 23.9. durch das Schiff geführt. Auch waren zahlreiche Reisebüroexpedienten während unserer Reise an Bord, um das Schiff kennen zu lernen und die dazu beitrugen, den Altersdurchschnitt erheblich zu senken.
Hie und da müssen sicherlich mal neue Möbel her, aber man fühlt sich auch so sehr wohl in der Karibik Lounge, einer Observation Lounge auf Deck 9, vergleichbar einem crow´s nest bei HAL, der Pazifik- und Atlantik-Lounge, in der Casablanca und Harry´s Bar, sowie im kleinen Casino und im Fitness-Center, in dem die Saunen leider ein Schattendasein führen und – wie auf amerikanischen Schiffen üblich - nach Geschlechtern getrennt sind. Im Kino werden aktuelle deutsche Filme, wie beispielsweise „Luther“, „Der Schuh des Manitou“ oder „Das Wunder von Bern“ gezeigt.

Auf den Außendecks gibt es – wie bei so vielen Schiffen – leider zu wenig sonnengeschützte Plätze, dafür sind aber viele Stellen erfreulich windgeschützt. Statt der billig anmutenden weißen Plastikmöbel hat die Reederei das Schiff mit Stühlen im Rattandesign ausgestattet.
Der holländischen Schiffs- und Kreuzfahrtführung gelingt es, die Gäste weitgehend zufrieden zu stellen. Capitän Augustinus van Crooy holt zwar aus dem Schiff nicht mehr als 16 kn Geschwindigkeit heraus, aber er kann den Fahrplan weitestgehend einhalten. Der Schiffsantrieb ist zwar sehr abgasreich, hinterlässt aber keine Rußablagerungen auf den Decks, und ist insgesamt erfreulich vibrationsarm.
Kreuzfahrtdirektor Michael van Oosterhout hat eine internationale Unterhaltungscrew an seiner Seite, die - für meinen Geschmack – ein sehr hausbackenes, aber abwechslungs-reiches Unterhaltungsprogramm in der Atlantik Lounge bietet, das für die meisten Passagiere aber sehr angemessen ist. Die Passagiere aus zehn Ländern, die meisten von ihnen natürlich aus Deutschland, waren zwischen 8 Monaten und 80 Jahren alt, erfreulich viele aber auch in den Zwanzigern bis Vierzigern. Dadurch wurde der Altersdurchschnitt - für ein deutsches Schiff - recht niedrig gehalten. In allen Lounges und Bars wird nette Unterhaltungs- und Tanzmusik gespielt. Die Auswahl ist wirklich groß und bietet für jeden etwas.
Chefkoch Finn Larsen kann bei nur einer Essenszeit, freiem Tischwein und Kaffee und einer Auswahl von drei Hauptgerichten alle Geschmäcker zufrieden stellen. Die internationale Kellnerschar unterstützt ihn dabei in sehr freundlicher Weise. Dabei kann es dann aber auch schon mal passieren, dass man statt eines Cocktails mit dem Namen „Cooler“ eine Cola erhält, aber das macht ja nichts und lässt sich korrigieren.
Leider ist die Büffetauswahl auf dem Achterdeck zu gering, Salat fehlt gänzlich und das Essen ist meist kalt, da es unzureichend warm gehalten wird, auch gibt es hier nur kaum genießbaren Nescafé.

Fazit: Ein Schiff, dass den deutschen Kreuzfahrtmarkt in angenehmer Form und mit erschwinglichen Preisen bereichert.


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